Lasagne – der Auflauf-Klassiker aus Italien

Alles über Lasagne – von der Herkunft bis zur Zubereitung

Lasagne al forno – das Wort lässt sofort an blubbernde Sauce und heißen, perfekt gratinierten Käse denken. Eine Mischung aromatischer Düfte von Tomaten, Ragù alla bolognese und überbackenem Käse begleiten den köstlichen Pasta-Auflauf aus dem Ofen. Kein Wunder, dass italienische Lasagne weltweit bekannt und beliebt ist. Denn die Zutaten sind perfekt aufeinander abgestimmt und garantieren ein kulinarisches Erlebnis – das in der Regel überaus zufrieden macht.


Lasagne – der Auflauf-Klassiker und seine Ursprünge

Lasagne, damit verbinden wir sofort Italien. Und auf den Speisekarten italienischer Restaurants fehlt das Gericht nie. Aber die Geschichte der Lasagne reicht so weit zurück, dass nicht mit letzter Sicherheit geklärt werden kann, wo der schmackhafte Auflauf seine Ursprünge hat.
Geschichtete Teigplatten, die sich mit verschiedenen Gemüsefüllungen abwechseln – diese Kombination wird schon in antiken Quellen aus dem Mittelmeerraum erwähnt. Aber auch in England wird bereits im Mittelalter eine Art Lasagnegericht erwähnt: Die Köche am Hof von König Richard II. verfassten im 14. Jahrhundert eine Rezeptesammlung, die sogenannte „Forme of Cury”. Hier wird auch die „loseyns“ beschrieben: geschichtete und mit Käse überbackene Nudelplatten.
Übrigens: Die Ragù-Variante mit Tomaten kann in Europa erst ab etwa 1500 zubereitet worden sein, denn erst da kam die Tomate mit Christopher Kolumbus von Amerika in die Alte Welt.


Diese Zutaten gehören in eine klassische italienische Lasagne

 

Eine klassische italienische Lasagne als Forno besteht aus mehreren Zutaten, die nacheinander in eine Auflaufform geschichtet werden und mit Käse im Ofen überbacken werden: Pastateigplatten, Sauce für die Füllung (meist Ragù alla bolognese) und Béchamelsauce.

 

Lasagne-Pasta – frisch oder getrocknet

Lasagne-Pasta besteht aus dünn ausgewalztem Nudelteig. Sie können sie getrocknet oder frisch kaufen, die Scheiben sind üblicherweise etwa 10 x 17 cm groß, es gibt sie aber auch in anderen Größen. Einige Varianten müssen Sie vorkochen, andere sind gebrauchsfertig. Lasagnepasta können Sie aber auch ganz einfach selber machen. Dazu bereiten Sie einen Pasta-Teig nach diesem Rezept zu. Mit einer Nudelmaschine können Sie den Teig im Handumdrehen in der gewünschten Dicke ausrollen. Bei selbstgemachter Pasta kommt es nicht auf die Form an und die Platten müssen absolut nicht rechtwinklig sein. Mit einem Nudelholz dauert es zwar länger und Sie brauchen ein bisschen Geduld, es geht aber genauso gut. Hängen Sie die Pastaplatten zum Trocknen, bis Sie sie in die Form schichten.

Fetten Sie die Auflaufform mit etwas Butter oder Olivenöl leicht ein. Als erstes legen Sie eine Schicht Pasta in die Form als Grundlage der Lasagne.

Die Fleischfüllung: Ragù alla bolognese, Wurst oder Fleisch

Die erste Schicht auf der Pasta besteht oft aus Ragù alla bolognese. Doch auch andere Füllungen sind beliebt. Schinken oder Wurst wie etwa die mit Fenchel, Koriander und Knoblauch gewürzte Salsiccia sind etwa in Kampanien, der Gegend um Neapel, beliebt.

Verteilen Sie das Ragù gleichmäßig auf der Pasta. Vergessen Sie dabei nicht die Ränder, sie werden trocken und hart, wenn sie nicht mit Sauce bedeckt sind.

 

Die Béchamelsauce gibt der Lasagne einen cremigen Geschmack

Auf das Ragù folgt die helle Béchamelsauce. Das ist eine Sauce aus Butter, Mehl und Milch. Bereiten Sie zunächst eine Mehlschwitze und gießen Sie unter Rühren nach und nach mit so viel Milch auf, dass eine Sauce mit der gewünschten Konsistenz entsteht. Die Béchamelsauce würzen Sie mit Muskat, Pfeffer und Salz. Streichen Sie die Sauce gleichmäßig auf dem Ragù aus. Und nun geht das Schichten in derselben Reihenfolge weiter: Pasta, Ragù, Béchamel.

 

Gratinierter Käse rundet die Lasagne ab

Zum Überbacken der Lasagne streuen oder legen Sie auf die abschließende Schicht Béchamelsauce ein wenig Käse zum Gratinieren. Welchen Käse Sie verwenden, hängt vom persönlichen Geschmack ab. In Italien wird meist Mozzarella oder geriebener Parmesan verwendet.

 


In welcher Form wird Lasagne gebacken?

Für die Zubereitung der Lasagne können Sie jede beliebige Auflaufform verwenden. Eckige Formen haben den Vorteil, dass fertige Lasagneplatten passgenauer in die Form geschichtet werden können. Bei anderen Formen brechen Sie die dünnen Platten einfach in die gewünschte Form. Wenn Sie die Pasta für Ihre Lasagne selber machen, ist es ohnehin ganz einfach, den frischen Pastateig in die gewünschte Form zu bringen.


Regionale Varianten der Lasagne

Lasagne lässt sich in vielen Füllungs-Varianten herstellen. Die verschiedenen Regionen Italiens kennen unterschiedliche Lasagne-Varianten. In Sizilien werden der Füllung beispielsweise auch hartgekochte Eier und Hackbällchen beigefügt, in Venetien ist roter Radicchio statt des Ragùs weit verbreitet und in Mittelitalien werden gern auch Pilze in die Sauce gegeben. Vegetarier verwenden gern eine Gemüsesauce, beispielsweise mit Paprika oder Auberginen. Auch Spinatlasagne mit Spinat und Schafs- oder Ziegenkäse ist sehr beliebt und leicht gemacht. Ob Sie dabei auch Béchamelsauce verwenden, ist Ihrem persönlichen Geschmack überlassen. Das Lasagne-Rezept lässt sich also sehr einfach nach Ihrem persönlichen Geschmack abwandeln. Allen Rezepten gemeinsam ist, dass die Lasagne im Ofen gebacken wird – al forno, wie es auf Italienisch heißt.


Wie lange bleibt die Lasagne im Ofen?

Backen Sie die Lasagne etwa 30 Minuten im Ofen, wenn Sie getrocknete Pastascheiben verwenden. Mit selbstgemachter Lasagne-Pasta kann das Gericht bereits nach 15-20 Minuten aus dem Ofen. Dass die Lasagne fertig ist, erkennen Sie daran, dass die Sauce schön blubbert und der Käse gratiniert ist. Ab und zu nachsehen, der Käse soll nämlich nicht verbrennen.

Ihnen läuft das Wasser im Munde zusammen? Dann legen Sie gleich los, hier geht es zu einem klassischen italienischen Lasagne-Rezept. Und Vegetarier werden dieses vegetarische Lasagne-Rezept  lieben.

Buon Appetito!


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