Pizza selber machen: Das Grundrezept für den perfekten Pizzateig

Das Geheimnis einer guten Pizza ist der Teig. Dieses einfache Teigrezept ist die Basis für unendlich leckere Pizzavielfalt.

Es gibt wohl kein Gericht, das die meisten Menschen so sehr mit Italien in Verbindung bringen, wie Pizza. Sie ist das Symbol der italienischen Küche – und gleichzeitig ein globaler Exportschlager. Dabei ist Pizza eine Meisterin der Bescheidenheit: im Grunde nicht mehr als ein würzig belegter und gebackener Hefeteigfladen. Aber es ist diese Einfachheit der Zubereitung in Verbindung mit ausgewählten Zutaten, die so typisch für die italienische Küche sind.

Lieber weniger Zutaten für den Belag nehmen

Die Grundlage einer guten Pizza ist ein guter Hefeteig. Darauf gehört eine würzige Pizzasauce aus Tomaten und der Pizzabelag – klassischerweise aus Olivenöl, Tomaten und Mozzarella. Selbstverständlich gibt es Pizza in unzähligen Variationen mit Fisch, Fleisch und Gemüse. Achten Sie nur darauf, dass Sie nicht zu viele Zutaten für Ihren Pizzabelag nehmen. So kommt jede einzelne Zutat besser zur Geltung und der Teig matscht nicht. Mehr als fünf Zutaten sollten es nicht sein. Beim Rezept für Pizza mit Sardellen reichen diese vier: Tomaten, Mozzarella, Sardellen und Provolonekäse.


Das Grundrezept für Pizzateig

Für die Zubereitung benötigen Sie circa eine halbe Stunde. Aber wie jeder gute Hefeteig, muss auch der Pizzateig etwa eine Stunde ruhen, um aufzugehen.

Pizzateig selber machen (Zutaten für 4 Personen)

  • 250 g Mehl (und ein bisschen Mehl zum Bestäuben)
  • etwa ½ TL Salz
  • etwa 10 g frische Hefe (oder eine Packung Trockenhefe)
  • 120 ml Wasser (lauwarm)
  • Olivenöl zum Einfetten

Den Pizzateig herstellen

  • Geben Sie Mehl und Salz in eine große Schüssel und drücken Sie eine Mulde in die Mitte. Wenn Sie das Mehl für Ihre Pizza in die Schüssel sieben, wird der Teig noch geschmeidiger.
  • Zerdrücken Sie die Hefe mit einer Gabel im Wasser und gießen Sie die Mischung in die Mulde. (Die Trockenhefe bitte vorher mit Mehl und Salz vermischen und dann das Wasser hinzugießen.)
  • Verarbeiten Sie die Mischung mit der Hand oder einem Holzlöffel zu einem weichen und gleichmäßigen Teig. Ist der Teig klebrig, geben Sie noch ein bisschen Mehl hinzu.
  • Anschließend den Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte ungefähr zehn Minuten geschmeidig kneten. (Bei einer Küchenmaschine oder einem Handmixer die Knethaken nehmen und etwa fünf Minuten kneten.)
  • Formen Sie den Teig zu einer Kugel und legen Sie ihn in eine leicht mit Olivenöl gefettete Schüssel.
  • Decken Sie die Schüssel mit einem Geschirrtuch ab und legen sie an einen warmen Ort. Lassen Sie den Teig dort für etwa eine Stunde gehen. Das Volumen sollte sich ungefähr verdoppeln.
  • Drücken Sie nun den Teig mit der Hand flach und rollen Sie ihn mit einem Nudelholz auf einer bemehlten Arbeitsplatte aus. Der Pizzaboden sollte etwa einen halben Zentimeter dick sein. Legen Sie den fertigen Pizzaboden auf ein Backblech mit Öl oder Backpapier. 
  • Jetzt können Sie Pizzasauce und Belag auf Ihrer Pizza verteilen – zum Beispiel bei einer Pizza mit Sardellen. Achten Sie darauf, einen Rand von 1–2 cm zu lassen.

So wird Ihr Pizzateig kreisrund

Einen Pizzateig so kreisrund wie beim Italiener – den möchten viele auch bei ihrer selbstgemachten Pizza haben. Das erfordert ein bisschen Übung. Hier zeigen wir Ihnen zwei Möglichkeiten.

  1. Mit dem kleinen Nudelholz: Nehmen Sie ein möglichst kleines Nudelholz und rollen den Pizzateig rundherum von der Mitte zum Rand aus. 
  2. Mit der Schwerkraft: Greifen Sie den Teig mit beiden Händen am Rand und heben ihn hoch. Dabei zieht er sich dank der Schwerkraft nach unten. Drehen Sie jetzt den Teig durch Umgreifen ein paar Mal rundherum – so als würden Sie ein Autolenkrad in einer Kurve ständig umgreifen. Italienische Pizzabäcker (Pizzaioli) machen es so ähnlich. Nur, dass sie den Teig über den Handrücken ziehen und in der Luft schnell waagerecht drehen.


Geschmacklich gibt es übrigens keinen Unterschied zwischen einer runden, eckigen oder wolkenförmigen Pizza. Das Auge isst zwar immer mit, aber viel wichtiger sind das richtige Rezept und gute Zutaten. Diese Einstellung weiß man gerade in Italien besonders zu schätzen. Genauso wie ein kühles Bier zur Pizza oder andere Getränke, die Kohlensäure enthalten. Zur original italienischen Pizza gehört also kein Wein! Höchstens ein weißer Schaumwein. Cin cin!

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