Pasta secca: Das Grundrezept für Nudelteig aus Hartweizen

Mit diesem Rezept können Sie italienische Pasta selber machen. Aus Hartweizengrieß und Wasser werden herrlich frische Nudeln. Einfach lecker.

Für gute Pasta müssen Sie nicht nach Italien fahren – obwohl Ihnen jeder Italiener sagen wird, dass Sie genau das tun sollten. Zum Glück gibt es in hiesigen Supermärkten oder online eine große Auswahl in guter Qualität.

Aber besonders gut schmecken selbstgemachte Nudeln. Und Nudeln selber machen ist kein bisschen schwierig. Mit unserem Rezept für italienische Pasta brauchen Sie nur Hartweizengrieß, Wasser, Salz und Olivenöl (so wird der Teig geschmeidiger). Daraus wird die sogenannte „pasta secca“, die im Gegensatz zur pasta all'uovo keine Eier enthält. Wenn Sie frische Pasta ohne Eier machen, halten Ihre Nudeln auch länger.

Pasta ohne Eier ist eher typisch für Süditalien. Je weiter sie nach Norditalien kommen, desto häufiger wird pasta all'uovo verwendet.


Pasta selber machen: Die Anleitung für Nudelteig

Nudelteig selber machen (Zutaten für 2 Personen)

  • 350 g Hartweizengrieß
  • circa 140 ml lauwarmes Wasser (je nach Konsistenz bis zu 200 ml)
  • 1 Tl Salz
  • 1 Tl Olivenöl „extra vergine“ 

Den Nudelteig herstellen

  • Hartweizengrieß, Wasser, Salz und Olivenöl in eine Rührschüssel geben und circa drei Minuten mit den Knethaken des Handmixers kneten. Sie können auch Ihre Hände nehmen, dann dauert es ein bisschen länger. Achten Sie darauf, dass kein Grieß am Schüsselrand kleben bleibt. Wenn Sie das Gefühl haben, der Teig ist zu trocken, fügen Sie vorsichtig ein bisschen lauwarmes Wasser hinzu. Als Faustregel gilt: Je feiner der Hartweizengrieß, desto weniger Wasser benötigen sie.
  • Danach den Teig rund drei Minuten mit der Hand kneten. Ist der Teig krümelig, kneten Sie ihn vorsichtig weiter, damit er nicht auseinanderbricht.
  • Der Nudelteig ist fertig, wenn er außen trocken ist und nicht mehr an den Fingern klebt.
  • Den fertigen Teig in Frischhaltefolie wickeln und nicht länger als eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Die Teigplatten ausrollen

  • Trennen Sie ein Stück vom Teig ab, kneten Sie ihn ein paarmal und drücken Sie ihn mit der Handfläche oder einem Nudelholz flach, bis er ungefähr 1 cm dick ist.
  • Anschließend drehen Sie den Teig durch die Nudelmaschine und falten ihn danach einmal in der Mitte. Wiederholen Sie diesen Schritt ungefähr fünfmal, bis der Teig gleichmäßig weich ist. Wählen Sie dafür die Stufe mit dem größten Walzenabstand (Nudelmaschine: Stufe 0).
  • Ist die Teigplatte fertig gewalzt, legen Sie sie beiseite und wiederholen das Ganze mit dem nächsten Stück Nudelteig. Klebt der Teig an der Nudelmaschine fest, legen Sie ihn zum Trocknen zwischen zwei Geschirrtücher.
  • Jetzt nehmen Sie sich Teigplatte für Teigplatte und ziehen Sie sie nacheinander mit immer kleinerem Walzenabstand durch die Nudelmaschine, bis die gewünschte Stärke für Ihre Pasta erreicht ist. Details finden Sie in der Anleitung Ihrer Nudelmaschine. Mit der Zeit – und etwas Übung – finden Sie bestimmt Ihre persönliche „Lieblingsstärke“.

Die Nudeln formen

  • Setzen Sie den passenden Schneideaufsatz für die gewählte Nudelform an Ihre Nudelmaschine. Zur Not können Sie lange Nudeln – zum Beispiel Tagliatelle – auch mit der Hand schneiden.
  • „Fädeln“ Sie eine Teigplatte in den Schneideaufsatz und drehen dabei an der Kurbel.
  • Die herauskommenden Nudeln sollten Sie mit der flachen Hand vorsichtig wegziehen, damit die Pasta nicht verklebt.
  • Wiederholen Sie diese Schritte mit allen Teigplatten.
  • Lassen Sie die Nudeln vor dem Kochen ein paar Minuten trocknen. So werden sie etwas fester.

Frische Pasta trocknen: So geht’s

Zum Trocknen brauchen Sie möglichst viel Fläche, damit Sie Ihre Nudeln gut verteilen können und sie nicht aneinanderkleben. Dafür können Sie ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech oder spezielle Pastatrockner nehmen. Genauso geeignet ist ein langer Holzstab (etwa ein Besenstiel), den Sie waagerecht zwischen zwei Stühle legen. Wenn Sie die Nudeln so bei Zimmertemperatur trocknen, können Sie sie nach 1 bis 2 Tagen abnehmen. Wichtig ist, dass die Pasta komplett durchgetrocknet ist. In luftdichte Behälter verpackt, sind getrocknete Nudeln sehr lange haltbar. Übrigens: Sie können die selbstgemachte Pasta auch einfrieren, dann muss sie nicht unbedingt komplett durchgetrocknet sein.

Selbstgemachte Pasta kochen

Bei frischen Nudeln geht das Kochen sehr schnell. In 1–2 Minuten ist im kochenden Wasser die Pasta gar. Die Nudeln sind perfetto, wenn sie im Topf nach oben steigen – oder an der  Oberfläche schwimmen. Jetzt die Nudeln schnell durch ein Sieb abgießen – und servieren.

 

Hier finden Sie passende Rezepte für Ihre selbstgemachten Nudeln.

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