Kräuteröle selber machen

In diesem Küchengeheimnis verraten wir Ihnen, wie Sie Olivenöl zu einer aromatischen Spezialität veredeln, die Ihre Speisen verfeinert.

Kräuteröle schmecken wunderbar aromatisch und sehen lecker aus. Aus der italienischen Küche sind sie nicht wegzudenken. Was Sie bisher in Feinkostläden gekauft – oder vielleicht auch nur bewundert haben – können Sie ganz einfach selber machen. In diesem Küchengeheimnis zeigen wir Ihnen, wie Sie schnell ein Öl zaubern können, das Ihre eigenen Kochkünste im Handumdrehen verfeinert und auch als Mitbringsel für Freude sorgt.

Kräuter werden in Speiseöl eingelegt, weil die ätherischen Öle aus den Kräutern gelöst werden. So entsteht ein fein aromatisiertes Öl, das den Geschmack der Kräuter für einige Monate bewahrt. Sind die Geschmacksträger in Öl gelöst, sorgt dies für ein besonders intensives Geschmackserlebnis, denn das Kräuteraroma verteilt sich im Öl besonders fein.




Kräuteröl ist vielseitig einsetzbar:

  • für die Herstellung von Salaten
  • um Fisch nach dem Braten mit dem Öl zu bepinseln
  • zum Bestreichen des Pizzateigs vor dem Belegen
  • zum Dippen von Brot und Bestreichen von geröstetem Baguette
  • zum Einlegen von gewürfeltem Schafskäse
  • zum Braten von Fleisch, Fisch oder Krustentieren, wie diese Riesengarnelen. Aber nicht jedes Öl verträgt hohe Temperaturen. Olivenöl "extra vergine" sollten Sie nur bei Temperaturen bis 180° C verwenden.

 

Verwenden Sie bestes Olivenöl als Basis für selbstgemachte Kräuteröle

Die Grundlage für ein besonders feines Kräuteröl ist immer das Öl selbst. Grundsätzlich eignen sich alle kaltgepressten Öle gut für Kräuteröle. Für italienische Rezepte sind Olivenöle typisch. Sie haben ein fruchtiges Aroma und viele wertvolle Inhaltsstoffe. Woran Sie ein hochwertiges Olivenöl erkennen, lesen Sie in unserer kleinen Olivenöl-Fibel

 

 

Das Gefäß

Wählen Sie ein geeignetes Gefäß für Ihr Kräuteröl

Am besten eignet sich ein Glasgefäß, denn Glas ist völlig geschmacksneutral. Ein Kräuteröl sieht außerdem besonders hübsch aus, wenn es in einer Glasflasche angesetzt wird, denn dann sind die leuchtende Farbe des Öls und der dekorative Kräuterzweig gut sichtbar. Damit ganze Kräuterstängel gut eingefüllt und auch wieder entnommen werden können, eignet sich eine Glasflasche mit einer großen Öffnung, die allerdings verschließbar sein sollte. Beim Ausgießen wegen der großen Öffnung vorsichtig dosieren! Wenn Sie Gewürze wie Pfefferkörner oder Chili in das Öl geben, können Sie ein Gefäß mit einer kleineren Öffnung nehmen und sollten das Öl durch ein feines Sieb abgießen.

Die Glasflasche sollte ganz sauber sein, am besten kochen Sie sie vor dem Befüllen in kochendem Wasser aus und trocknen sie sorgfältig mit einem sauberen Geschirrhandtuch aus.

 

 

Die Kräuter

Nehmen Sie frische oder getrocknete Kräuter

Ob Sie frische oder getrocknete Kräuter verwenden, ist Geschmackssache und hängt von der Jahreszeit ab. Ein zu hoher Wassergehalt der frischen Kräuter kann allerdings die Qualität des Öls beeinträchtigen. Sie können die Kräuter daher ein paar Tage vor trocknen lassen, bevor Sie sie verwenden. Die meisten getrockneten Kräuter zerbröseln leicht. Die Aromastoffe lösen sich dennoch gut.

 

Diese Kräuter eignen sich für ein Kräuteröl

Besonders gut für ein italienisches Kräuteröl eignen sich Rosmarin, Basilikum, Thymian, Salbei und Oregano. Sie können natürlich auch eine Mischung ihrer Lieblingskräuter nehmen. Auch Lavendel ist aus der Küche der Mittelmeerländer nicht wegzudenken und ergibt ein wunderbar duftendes Kräuteröl. Daneben können Sie auch Gewürze wie Pfeffer, Chili, Knoblauch, geriebenen Ingwer oder Zitronenschale in das Öl geben – ganz nach Geschmack.

Hier finden Sie zwei Grundrezepte für selbstgemachte Kräuteröle, die Sie leicht nach eigenem Geschmack abwandeln können. 

Rezept für Rosmarin-Peperoni-Öl

Zutaten: 

  • 5 Gramm Rosmarin (das sind je nach Länge etwa 2 Zweige)
  • 2 kleine Chilischoten
  • 110 ml Olivenöl "extra vergine" 
  • eine kleine verschließbare Glasflasche 

 

Zubereitung: 

  • Die Rosmarinzweige und Chilischoten gut unter sehr heißem Wasser waschen, abtupfen und an einem luftigen Ort etwas zwei Tage trocknen
  • Die Rosmarinzweige der Länge nach in die Flasche geben
  • Die Chilischoten in feine Ringe schneiden und dazugeben
  • Mit dem Olivenöl auffüllen, die Flasche gut verschließen und an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren. 
  • Nach etwa drei Wochen ist das Öl gebrauchsfertig und Sie können es durch ein Sieb umgießen. Wenn Ihnen die Kräuter und Gewürze im Öl allerdings gefallen, lassen Sie sie einfach in der Flasche.

 

Das Öl eignet sicher hervorragend für einen Salat mit einer pikanten Note. Aber auch für Pasta und zum Bestreichen von Pizzaböden lässt es sich gut verwenden. 

Rezept für Knoblauch-Öl

Zutaten:

  • 500 ml Olivenöl "extra vergine"
  • etwa 7 Knoblauchzehen
  • eine verschließbare Glasflasche

Sie können das Knoblauch-Öl auch mit anderen italienischen Kräutern nach Geschmack kombinieren. 

 

Zubereitung:

Geben Sie die geschälten Knoblauchzehen in die Glasflasche. Gießen Sie das Olivenöl auf und verschließen Sie die Flasche sorgfältig. Nach zwei bis drei Wochen können Sie das Öl verwenden, es hat dann einen feinen Knoblauchgeschmack

 

Das Öl eignet sich perfekt, um Brot für Bruschetta einzureiben oder eine Pizza vor dem Belegen damit zu bestreichen. Es kann auch in herzhafte Brot- und Pizza-Teigen verarbeitet werden. 

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Die Küche Italiens hat einen reichen Schatz gut gehegter Traditionen. Das macht sie so beständig in ihrer Qualität und einfach unvergänglich. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese kulinarische Raffinesse für sich erschließen. Nicht nur mit Rezepten, sondern auch mit vielen tollen Küchengeheimnissen, die Sie täglich anwenden können, und die selbst ohne Rezept zu feineren Ergebnissen führen. 

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