Frische Kräuter trocknen und haltbar machen – in 4 Schritten

In diesem Küchengeheimnis verraten wir Ihnen eine einfache Methode, mit der Sie Ihre italienischen Küchenkräuter am besten trocken – und so das ganze Jahr über verwenden können.

Typisch italienische Küchenkräuter geben der original italienischen Küche ihre unverwechselbare Note: Vor allem Basilikum, Rosmarin, Thymian, Oregano und Salbei sind würzige Bestandteile der meisten italienischen Gerichte. Frische – und selbst gezogene – Kräuter sind besonders geeignet. Aber es ist nicht immer Saison. Und manchmal ist die Ernte besonders ertragreich. Wenn Sie also mehr Kräuter haben, als Sie frisch verarbeiten können, dann werfen Sie bitte nichts davon weg. Denn durch Trocknen können Sie die meisten Kräuter haltbar machen – und hervorragend auch außerhalb der Saison für Ihre italienischen Gerichte verwenden. Oregano schmeckt getrocknet sogar besonders intensiv – ideal etwa für Ihre selbstgemachte Pizza oder gefüllte Reisbällchen.

Hier zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie einfach Sie Kräuter trocknen können.


Schritt 1: Die Kräuter zum richtigen Zeitpunkt ernten

Für den richtigen Erntezeitpunkt gibt es eine einfache Faustregel: Ernten Sie die Kräuter, bevor sie blühen – am besten kurz vor der Blütezeit. So bleiben die wichtigen Aromen und ätherischen Öle in den Blättern erhalten. Sollten die Kräuter bereits blühen, können Sie sie aber trotzdem trocken und in Ihrer Küche verwenden. Sie schmecken dann weniger intensiv.

Die ungefähre Blütezeit verschiedener Kräuter:

  • Basilikum: ab Juli
  • Rosmarin: Blüten können das ganze Jahr über entstehen
  • Thymian: Juni bis Juli, manche Thymianarten blühen bis in den Oktober
  • Oregano: Juli bis September
  • Salbei: Mai bis Juli

Vor allem im warmen Süditalien schwören viele darauf, die Kräuter am Vormittag zu ernten. Dann ist der Morgentau nicht mehr auf den Blättern – und die Sonne brennt noch nicht so stark.


Schritt 2: Die Kräuter zum Trocknen aufhängen

Besonders schonend ist das Trocknen der Kräuter an der Luft, denn so können Sie die Inhaltsstoffe am besten konservieren. Vorher schneiden Sie die Stängel der Kräuter ab und binden sie zu kleinen Sträußen zusammen. Welke Blätter sollten Sie vorher entfernen. Dann hängen Sie die Kräutersträuße kopfüber auf – vorzugsweise in dunklen und trockenen Räumen. Achten Sie darauf, dass der Raum gut belüftet ist.


Schritt 3: Wie lange müssen die Kräuter trocken?

Die Trocknungszeit ist je nach Kraut unterschiedlich. Sie hängt außerdem von der konkreten Sorte und den Bedingungen ab, unter denen sie getrocknet werden. Je feuchter der Ort, desto länger die Trocknungszeit – und je besser die Luft zirkulieren kann, desto kürzer ist sie.

Hier finden Sie die durchschnittlichen Zeiten für fünf typische italienische Küchenkräuter:

  • Basilikum: 1–2 Wochen
  • Rosmarin: 2–3 Wochen
  • Thymian: 1–4 Wochen
  • Oregano: 4–7 Tage
  • Salbei: 1–2 Wochen

Mit diesem einfachen Trick finden Sie heraus, ob Ihre Kräuter trocken genug sind: Rascheln sie beim Anfassen, sind sie trocken genug. Ansonsten brauchen sie noch etwas Zeit.


Schritt 4: Wo werden die getrockneten Kräuter aufbewahrt?

Trockene Kräuter lagern Sie am besten in einem luftdicht verschlossenen Behälter. Außerdem sollten Sie einen möglichst trockenen und dunklen Ort wählen.

Gleich drei dieser Kräuter kommen übrigens in diesem Rezept für Rumpsteak auf italienische Art zum Einsatz: Rosmarin, Oregano, Thymian.

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