5 Tomatensorten, die Sie kennen sollten

Tomaten sind eine Grundzutat der italienischen Küche. Hier zeigen wir Ihnen einige Sorten – und verraten, wie sie schmecken

Fast 4.000 Tomatensorten gibt es im offiziellen Sortenregister. Aber Experten schätzen, dass zusätzlich rund 10.000 weitere Sorten von privaten Züchtern existieren. Keine Angst, die müssen Sie nicht alle kennen. Aber wenn Sie original italienisch kochen möchten, ist es nützlich, einige Sorten zu kennen, die entweder in der italienischen Küche oder in Deutschland besonders verbreitet sind. Manchmal auch beides. 

Übrigens: Sie sollten frische Tomaten nur in der Tomatensaison zum Kochen benutzen, denn nur dann schmecken sie wirklich gut. Hier erfahren Sie mehr über die Tomatensaison und reife Tomaten. Außerhalb der kurzen Tomatensaison sind verarbeitete Tomaten die bessere Wahl, denn sie werden immer reif geerntet und direkt abgefüllt. So können Sie das ganze Jahr erntefrische Tomaten genießen.


1. Kirschtomaten, Cocktailtomaten oder Pomodorini

Die runden Kirschtomaten gehören zu den beliebtesten Tomatensorten in Deutschland. Sie sind kleiner und meistens auch deutlich süßer als herkömmliche Tomaten. Das liegt vor allem daran, dass sie wenig Wasser und vergleichsweise viel Fruchtzucker enthalten. Außerdem ist ihre Schale in der Regel ziemlich fest. Kirschtomaten sind perfekt für kleine Snacks und Salate, eignen sich aber auch zum Belegen von Pizza.

2. Datteltomaten oder Datterini

Datteltomaten gehören, ähnlich wie Kirschtomaten, zu den kleinen Tomatensorten. Ihre Form ist länglich – dattel- oder pflaumenartig. Charakteristisch ist ihre leuchtend rote Farbe. Sie haben viel Fruchtfleisch und schmecken leicht süß. Eine Besonderheit der Datteltomate ist ihre dünne Schale, die beim Kochen leicht zerfällt: Dadurch ist sie besonders gut für schnelle Gerichte und Tomatensaucen geeignet. Ursprünglich stammen Datterinis aus Sizilien. Heute werden sie aber auch in anderen Regionen Italiens angebaut.

3. Fleischtomaten

Fleischtomaten sind die Schwergewichte unter den Tomatensorten: Eine Frucht hat ein Mindestgewicht von 150 g und einen Durchmesser von mindestens 10 cm. Es gibt auch Früchte, die über 1 kg wiegen – das ist allerdings die Ausnahme. Fleischtomaten haben eine sehr lange Reifezeit, daher schmecken Sie auch besonders aromatisch. Außerdem sind sie sehr vielseitig einsetzbar. In mediterranen Tomatenanbauländern wie Italien oder Spanien werden Fleischtomaten deshalb sehr häufig angebaut und verkauft.

Ochsenherztomaten: cuore di bue

Die Ochsenherztomate ist eine besondere Fleischtomate. Sie ist sehr groß und wiegt bis zu 500 g. Charakteristisch sind ihr festes Fruchtfleisch und die wenigen Samen. Den Namen bekam diese Tomate durch Ihre Form: Die Frucht ist sehr stark gefaltet und erinnert an ein Ochsenherz. Die Früchte sind sehr empfindlich und nicht lange haltbar. Deshalb sind frische Ochsenherztomaten in Deutschland nicht weit verbreitet, da sie entweder bei zu früher Ernte ihren typischen Geschmack verlieren würden oder bereits während des Transportes beschädigt werden könnten.

4. Flaschentomaten oder Eiertomaten

Flaschentomaten werden traditionell im Mittelmeerraum angebaut. Sie haben eine längliche – flaschenähnliche – Form und besonders dickes Fruchtfleisch. Bei vollreifen Früchten ist es dunkelrot. Flaschentomaten enthalten wenig Saft und haben leicht süßliche Geschmacksnoten, die erst beim Kochen besonders hervortreten. Deshalb werden sie sehr oft zu Tomatenmark und Tomatenkonserven verarbeitet.

San-Marzano-Tomaten

San Marzano ist eine besondere Flaschentomate aus der Region Kampanien. Ihr Name geht auf die italienische 10.500-Einwohner-Gemeinde San Marzano sul Sarno in der Nähe des Vesuvs zurück. Nur hier – in der fruchtbaren Vulkanerde – dürfen diese Tomaten angebaut werden. Ihre geschützte Herkunftsbezeichnung lautet „Pomodoro San Marzano dell'Agro Sarnese Nocerino DOP“. San-Marzano-Tomaten sind länglich, bis zu 12 cm lang und wiegen bis zu 90 g. Charakteristisch ist die kleine Spitze an der unteren Seite. Tomaten der Sorte San Marzano haben dickes, fast paprikaähnliches Fruchtfleisch und wenig Kerne. Sie sind sehr intensiv im Geschmack und haben wenig Säure. Da die Produktion sehr aufwändig ist – so werden die Tomaten etwa von Hand geerntet – und die Ertragsmengen gering, gehören San-Marzano-Tomaten zu teuersten Tomaten überhaupt.

5. Rispentomaten

Rispentomaten haben einen besonders kräftigen Geschmack und sind gut für Tomatensalat geeignet. Als Rispen bezeichnet man übrigens die kleinen grünen Zweige an der Tomate. Sie sind in den letzten Jahren vor allem in Deutschland  immer beliebter geworden. Rispentomaten sind keine eigene Tomatensorte. Es handelt sich dabei eher um die Art, wie diese Tomate geerntet und verkauft wird. Eine kurze Erklärung: Normalerweise reifen Tomaten an der Pflanze von oben nach unten heran – und das nicht immer zur gleichen Zeit. Weil erntereife Früchte zudem schnell platzen können oder abfallen und dann matschig werden, erntet man Tomaten normalerweise einzeln. Bei Rispentomaten ist das anders: Sie bleiben auch im erntereifen Zustand länger an der Rispe hängen. Die Landwirte können dann mit der Ernte warten, bis alle Früchte reif sind. Diese Tomaten kommen meistens noch mit der Rispe in den Handel.

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Die Küche Italiens hat einen reichen Schatz gut gehegter Traditionen. Das macht sie so beständig in ihrer Qualität und einfach unvergänglich. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese kulinarische Raffinesse für sich erschließen. Nicht nur mit Rezepten, sondern auch mit vielen tollen Küchengeheimnissen, die Sie täglich anwenden können, und die selbst ohne Rezept zu feineren Ergebnissen führen. 

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